Canon EF 600mm 1:4 L IS USM zum Mieten

written by alex on October 1st, 2008 @ 05:36 PM

Liebe Freunde von Tierfotografie und Sportsfotografen!

Ab sofort ist das Supertele-Objektiv Canon EF 600mm 1:4L IS USM bei LensAvenue zur Miete erhältlich.

Das Objektiv wird deutschlandweit per DHL-Express geliefert. Die Preise enthalten Versand und weltweite Versicherung. Eine dreitägige Miete kostet regulär 311€, eine Woche 500€ und zwei Wochen 850€, was immer noch etwa ein Zehntel des Kaufpreises ist. Und ab 1. Oktober gibt es für dieses Objektiv im Rahmen der Aktion »Festbrennweiten-Wochen bei LensAvenue« einen Rabatt von 15%.

Das Objektiv ist optisch ein Traum und definitiv ein der beliebtesten bei Wildlife-Fotografen. Es ist sehr gut mit Telekonvertern kombinierbar: Mit dem Canon Extender EF 2x II beispielsweise kommt es auf 1200mm f/8 – eine tolle Kombination mit immer noch funktionierenden AF (an Gehäusen der 1er-Reihe). Mit kleineren Sensoren ergeben sich sogar beeindruckende 1920mm!

Digitalknipser im analogen Urlaub

written by alex on September 7th, 2008 @ 03:36 PM

Oder: Lernen DANK, nicht trotz Einschränkungen

Vor kurzem habe ich mir einen kurzen 4-tägigen Urlaub in ländlichen Teilen Nordspaniens gegönnt. Irgendwie gab’s keine digitale Spiegelreflexkamera gerade verfügbar und ich lies mich durch meinen Kollegen überzeugen, eine vollmanuell-mechanische alte Nikon FM2 mit ein paar Filmen mitzunehmen. Die Kamera ist wirklich ein mechanischer Wunder – Verschlusszeiten von 1/4000 Sek. und Synchronisationszeiten von 1/250 Sek. vollmechanisch sind möglich. Die Kamera hat einen kleinen Akku, aber dieser wird nur für die relativ einfache Belichtungsmessung eingesetzt. Dazu habe ich zwei Filme mitgenommen – Fujichrome Velvia 50 für schöne Landschaften (Nordspanien ist sogar im Hochsommer sehr grün, mit Bergen und Ozean) und Kodak TriX 400 (für einige strukturreiche Aufnahmen in Dörfern, Schwarz-Weiss). Als ob es nicht genug analog wäre, habe ich nur ein Festbrennweite-Objektiv mitgenommen – das Carl Zeiss Distagon 28mm f/2 mit. Für diejenigen, die nicht wissen – dieses Objektiv hat keinen Autofokus.

Ich behaupte jetzt mal, dass die meisten modernen „digitalen“ Fotografen (auch als „Digitalknipser“ bekannt :) würden diese Ausstattung viel zu „manuell“ finden oder sogar sich damit überhaupt nicht zurecht finden. So eine Ausstattung in Urlaub zu nehmen?! – Ist doch bescheuert! Typische Argumente: - Festbrennweite? – es schränkt doch meine Kreativität ein! - Festbrennweite? – ich mache wenige gute Bilder, da viele Motive zur Brennweite nicht passen - MF? – wie soll ich bitte schön Leute fotografieren!? Sie bewegen sich! - Vorgegebene Farbenqualitäten und ISO (Sättigung von Velvia, Schwarz-Weiss) – so viele Möglichkeiten gehen verloren!

Nachträglich kann ich nur sagen – alles Quatsch. Ich habe am Ende mehr gute Bilder gemacht als sonst, war bei weitem mehr kreativ als sonst und habe sehr gute Porträts von meinen Verwandten gemacht. Warum war es dann so? Ich denke ich war kreativer, produktiver und effizienter (weniger Ausschussbilder) nicht TROTZ sondern DANK der Einschränkungen analoger Fotografie.

Gerade weil die Einschränkungen da sind, überlegt man sich im Voraus, welche Motive man finden will und dann sucht sie ganz gezielt. Man denkt viel mehr an das Endprodukt, an das, was am Ende auf Leinwand oder Papier (für volldigitale Leute – auf Bildschirm) kommt. Wenn die Velvia z.B. sehr feines Korn und sehr saftige Farben herausgibt, dann suche ich die passenden Motive, wie z.B. Landschaften mit kontrastierenden grünen Bergen und blauem Himmel (Polfilter wirkt hier Wunder). Oder bunter rot-gelbe-orange spanische Häuser auf grüner Landschaft. Wenn es heute bedeckt ist und die Farben nur halbwegs zur Geltung kommen, dann nimmt man lieber TriX und sucht Motive z.B. im Dorf, wo man leicht viele strukturreiche verfallene und verlassene Gegenstände findet. Man macht sich halt Gedanken darüber, wie es am Ende aussehen SOLL.

Die Festbrennweite zwingt den Fotografen umso mehr, sich über die Komposition und Bildgestaltung Gedanken zu machen, und zwar VOR der Aufnahme. Diese Qualität – das Bild erstmal im Kopf zu „bauen“ und nur dann Knöpfe zu drücken – ist heutzutage ein seltenes Gut geworden. Bei einigen Fotoevents haben wir Leute getroffen, die darauf sehr stolz waren, dass sie an einem Tag 1.500 Bilder gemacht haben. Und am Folgetag waren sie immer noch beim Event. Oder andere Fotoamateuren berichten davon, dass sie das Limit vom Nikon D3’s Sensor (300.000 Bilder) schon ausgeschöpft haben.

Manueller Fokus ist sicherlich nichts für Sportsaufnahmen, aber bei Porträts ist er ziemlich ok und wieder – er zwingt zu überlegter, geplanter, durchdachter Arbeit. Wie SOLLEN die Leute sitzen, wohin sollen sie schauen, wie sind die Lichtbedingungen – über all das muss man sich bewusst im Voraus Gedanken machen. Am Ende kommen nur 2-3 Bilder, aber alles in diesen Bildern „sitzt“.

Eine andere extrem wichtige Tugend lernt man mit analoger Fotografie – die Fotos, bei denen man weißt, dass sie nie gut genug zum Großausdrucken sein werden, werden einfach nicht gemacht. Ich finde es äußerst wichtig, „Nein“ sagen zu können – „Nein, hier wird’s nichts, ich suche weiter“. So bleibt mehr Zeit für die wenigen ausgewählten Motive.

Die Einschränkungen zwingen einen auch, eigene Kreativität zu entlocken. Alles sieht langweilig aus mit dieser (Fest)Brennweite? – dann muss ich halt die interessante Perspektive oder einen guten Schnitt suchen. Froschperspektive ausprobieren, näher ans Motiv für Details, usw. Hätte man einen (Suppen-)Zoom, würde man wahrscheinlich den leichten Weg gehen – die übliche gewöhnliche 100-mal gesehene Perspektive nehmen und ein Bild für Terabyte-Speicherplatte produzieren.

Es geht auch weiter – voll manuell Blende und Verschlusszeiten einstellen. Es gibt zwar einen (primitiven) Belichtungsmesser in der Nikon FM2, aber was macht man in schwierigen Lichtsituationen? Wie war es nochmal mit „Mittelgrau“? Mist! Muss man wieder denken. Bin ich zu hart, oder zu Oberlehrer-mäßig? Glaube ich nicht – bei fast allen Workshops wird nur geknipst (der große Meister sagt „Blende 8, ISO 200, 1/200Sek. – go!“ und alle drucken ab) und kein Teilnehmer traut sich zu fragen, warum eigentlich Blende 8?

Zusammengefasst meine Botschaft: Wer zu modernen Digitalfotografen gehört (seien Sie ehrlich mit sich selbst) und seine Bilder verbessern will – nur eine analoge Kamera in nächsten Urlaub mitzunehmen und nur eine Festbrennweite mit MF! (OK, auch eine kleine Point-and-Shoot für die bessere Hälfte, zwecks friedlicher Stimmung und weniger Fragen).

Einige Bilder vom Urlaub, eingescannt, kaum Bildbearbeitung.

Bodypainting Festival - Bericht

written by alex on September 7th, 2008 @ 01:04 PM

Es ist eigentlich nicht so einfach, über den Bodypainting Festival, zu berichten. Man muss es mal sehen, weil darum geht es – bunte Farben, ausgefallene Kreationen, beeindruckende Leistung von Visagisten und Bodypainting-Künstler. Wie kann man das alles beschreiben? – am liebsten zeigen wir ein paar Bilder.

An alle Fotografen, die das Event verpasst haben, können wir nur sagen – Schade! Die Organisation war toll, Fotografen konnten bei zahlreichen Workshops mitmachen und ausdruckstarke Bilder kreieren. Gut, wahrscheinlich klappt’s nächstes Mal – beobachtet die Events von der Eventagentur Wildorange, dort gibt es immer viel interessantes (wo wir jetzt gerade sitzen – Fotoshooting-Event mit Stretch-Limos, Bikes, Bodypainting usw.).

Deep Purple rockt im Kloster

written by alex on August 4th, 2008 @ 10:01 PM

Wie bitte? im Kloster?

Dies war auch unsere Reaktion, als wir die Karten für das Konzert von legendären Deep Purple im Kloster Benediktbeuern in der Nähe von Bad Tölz in Bayern gekauft haben. Was haben die alten Heavy-Rocker in einem Kloster zu suchen?

Das Geheimnis wurde uns während des Konzerts enthüllt. Vor der Performance von Deep Purple hat ein anderer Band – Feedback – gespielt. Die Jungs spielen auch ziemlich schwere Stücke, die man wohl mit Guns’n’Roses vergleichen kann. Ein (fast) festes Mitglied der Gruppe ist der oberste Repräsentant des Benediktiner Ordens Notker Wolf. Mit 7.500 Mönchen und 17.100 Nonnen soll dieser Orden der älteste Orden der Christenheit sein. Trotz seiner hohen kirchlichen Position hat Notker Wolf seine Liebe für Rockmusik nicht aufgegeben und spielt E-Gitarre und Flöte. Sein Lieblingslied sollte angeblich „Highway to Hell“ sein, was er allerdings beim Konzert vehement dementiert (sagte allerdings „…, obwohl das Lied sehr gut ist“).

Der Abtprimas hat mehrere Lieder mit der Gruppe Feedback gespielt und dann sagte nur „… wir spielen selber regelmäßig „Smoke on the water“, aber heute lassen wir es uns von anderen zeigen :-)“. Was für eine Überraschung haben alle erlebt, als 68-jährige zu diesem Lied zusammen mit Deep Purple auf die Bühne kam!

(Bilder wurden mit einem SonyEricsson 810i gemacht, stark eingezoomt, also sorry für die Qualität).

Ich hatte den Eindruck, dass all die alten Musiker an diesem Abend eine gemeinsame wichtige Botschaft hatten – alt wird man nur im Kopf, der biologische Alter spielt keine Rolle.

Deep Purple Mitglieder (Ian Gillan, Ian Paice, Roger Glover, Steve Morse, Don Airey) sind ja auch so ca. 60 Jahre alt. Aber – Man! wie haben sie gespielt! – diesen Einsatz, diese Freude haben nur wenige jüngere Leute. Gut, zugegeben, einige alte Lieder wie „Child in time“ kann Ian Gillan nicht mehr so in alten Zeiten, aber er kompensiert es mit seiner Kreativität und Drive.

Long Live Rock’n’Roll!

5. German Bodypainting Festival (Mainz, 9.-10. Aug)

written by alex on August 1st, 2008 @ 01:29 PM

Besuchen Sie eine ganz besondere Veranstaltung – das Deutsche Bodypainting Festival in Mainz – und genießen Sie traumhafte Möglichkeiten, eindrucksvolle Bilder zu machen, Kunstwerke zu betrachten, Ihre Fotofähigkeiten in Workshops zu verbessern, und viele andere Fotografen zu treffen!

Die Macher des Festivals sind die frischgekürten Weltmeister 2008 in der Kategorie “Special Effects Make-Up” Peter und seine Frau Petra Tronser, der Organisator, Jörg Tronser und die Marketingagentur K.M.R. Die Veranstaltung findet in der Zitadelle statt – dem historischen Gebäudekomplex in der Gutenbergstadt Mainz.

Am Samstag, dem 9. August öffnet das Festival seine Pforten um 12 Uhr. Internationale Face-Painter und Special-Effects-Künstler stellen sich einer Fachjury und bewerben um die Zustimmung des Publikums: Ihr Motto „Entdecker / Neue Welten“.

In den Sonntag, 10. August, startet man um 11 Uhr. Die Künstler mit Pinsel-, Schwamm- und Airbrushpistolen lassen das Publikum an einem faszinierenden Kreativprozess hautnah teilhaben und stellen sich ebenfalls dem Urteil der Fachjury. Hier ist das Motto: „Technik / Erfinder“.

Vom 08. – 10.08.2008 findet ebenfalls eine Workshopakademie für Schmink-, Foto- und Modellbegeisterte statt. Fotografen können Workshops wie „Ausgefallene und sexy Outfits, Dessous“, „Photoshop Workshop mit Special“, und „Spacey Outfits, Cat suits, exklusive Visagistik“ besuchen und dort Ihre Fähigkeiten von Profis weiterentwickeln lassen.

Die Besuchertickets bewegen sich bei 7 EUR Tageskarte oder 12 EUR Kombiticket für Sa. & So. Kids bis 12 Jahre sind frei. Die Fototickets liegen bei 45 EUR bzw. 70 EUR für zwei Tage.

Web: www.german-bodypainting-festival.de

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WIR LADEN SIE EIN!

LensAvenue ist ein Co-Sponsor des Events. An unserem Stand können Sie (kostenlos) Traum-Objektive und DSLRs kurz ausleihen.

Wir SPONSERN auch 10 Eintrittskarten

Prinzip ist einfach: first come first serve. Schicken Sie uns eine kurze Email an info@lensavenue.com und teilen Sie uns Ihren Namen mit. Eine Karte pro Person. Erste 10 Leute erhalten eine Tageskarte gratis, die an der Kasse mit einem Ausweis abgeholt werden kann. Bitte – nur wenn Sie 100% fest mit Ihrem Besuch rechnen, sonst würde sich jemand anderer auf ein Ticket freuen.

Wir sehen uns in Mainz.

Nikon D700 Vorschau: D3 für (fast) jedermann

written by alex on July 14th, 2008 @ 09:54 PM

Jetzt ist es offiziell – die neue Nikon D700 kommt bald. Sie soll die Lücke zwischen der Profi-Vollformat-Kamera D3 und der D300 (mit Sensor im DX-Format) füllen und betritt die Bühne im bisher vollständig von der Canon EOS 5D beherrschten Marktsegment der preisgünstigen Vollformat-DSLRs.

Was macht die neue Nikon D700 aus? Zusammenfassung der Eigenschaften

Gehäuse

Das Gehäuse ist dem der D300 sehr ähnlich. Für sehr viele Anwendungsfälle ist das ein Vorteil gegenüber der D3; nur wer den Hochformatauslöser oder die zusätzliche Akku-Kapazität benötigt, muss einen Aufpreis für den Batteriegriff einkalkulieren (MB-D10, gleich wie für D300).

Sensor und Bildqualität

Die D700 erhält nach derzeitigem Kenntnisstand den Sensor, der mit der D3 eingeführt wurde: FX-Format (23,9 mm × 36 mm), Auflösung 12 Megapixel und mit Mikrolinsen für besonders hohe Lichtausbeute. Genauso wie die D3 kann die D700 wahlweise nur einen Teil der Sensorfläche nutzen (DX-Format, 16 mm × 24 mm, 5,1 Megapixel); wenn an der Kamera ein DX-Objektiv angebracht ist, wird automatisch der DX-Modus eingestellt, aber man kann dies auch manuell umstellen. Im Gegensatz zur D3 kann die D700 nicht von sich aus Bilder im Seitenverhältnis 5:4 aufnehmen.

Sensorreinigung

Hier hat die D700 einen großen Vorteil – im Gegensatz zur D3 ist sie wie die D300 mit einem integrierten Sensorreinigungssystem ausgestattet.

ISO / Bildrauschen

Der normale Empfindlichkeitsbereich der Kamera reicht von ISO 200 bis ISO 6400, kann aber (wie bei der D3) auf 100–25.600 ausgedehnt werden. Die D3 hat sich mit ihrer phänomenalen Leistung bei hohen ISO-Werten etabliert und zahlreiche professionelle Fotografen zum Systemwechsel von Canon zu Nikon gebracht (vor kurzem von einem Pro gehört: »Ich habe Canon – man muss fast sagen immer noch Canon, Sie wissen ja, alle steigen um«); mit der D700 wird diese von konkurrierenden Herstellern immer noch unerreichte Qualität nun deutlich bezahlbarer.

Prozessor

Ebenfalls von D3 übernommen: EXPEED-Bildverarbeitungsprozessor, 14-Bit-A/D-Wandlung und 16-Bit-Verarbeitungskette. Als Ergebnis kann man für RAW-Dateien zwischen 14 Bit und 16 Bit pro Farbkanal wählen – das bedeutet deutlich überdurchschnittliche Reserven für spätere Belichtungskorrekturen.

Geschwindigkeit

Die D700 ist etwas langsamer als die D3 – während die D3 im FX-Modus (Vollformat) 9 und im DX-Modus 11 Bilder pro Sekunde schafft, ist die Geschwindigkeit bei der D700 normalerweise auf vergleichsweise mäßige 5 Bilder pro Sekunde begrenzt. Man kann sie allerdings auf 8 Bilder/Sekunde beschleunigen, wenn man den Batteriegriff MB-D10 und den Akku EN-EL4 oder EN-EL4a-Akku verwendet – damit ist die Leistung der D3 fast erreicht. Der interne Puffer ermöglicht ununterbrochene Reihenaufnahmen in dieser Geschwindigkeit bis zu 100 Bildern in maximaler JPEG-Qualität oder bis zu 20 verlustfrei komprimierten 14-Bit-NEFs.

Basisleistung

Einschaltzeit 0,12 Sekunden, Auslöseverzögerung 40 Millisekunden, Blitz-Synchronisationszeit 1/250 Sekunde (kann auf 1/320 mit verminderter Blitzleistung eingestellt werden). Die Verschlussmechanik ist auf 150.000 Auslösungen ausgelegt (bei der D3 sind es 300.000).

Sucher

Der Sucher der D700 zeigt »nur« einen 95%igen Bildausschnitt statt 100% wie bei der D3.

Autofokus

Die D700 verfügt ebenso wie die D3 und die D300 über das Multi-CAM3500FX-AF-System mit 51 Messfeldern, die einzeln ausgewählt werden können. Die Auswahl kann auf 9 oder 21 Felder eingeschränkt werden. 15 der 51 Messfeldern sind mit Kreuzsensoren ausgestattet, die deutlich bessere AF-Präzision bieten; dieser Vorteil besteht allerdings nur bei Objektiven mit Lichtstärke 1:5,6 oder besser. Wenn das neue Scene Recognition System (Motiverkennungssystem) aktiviert ist, nutzt die Kamera alle 51 Messfelder, um den Motivbewegungen zu folgen und möglichst große AF-Präzision zu erreichen.

Interessant ist bei der D700 auch die (bei der D300 nicht mögliche) AF-Feinabstimmung, mit der der Nutzer objektivabhängige Autofokusfehler (front/backfocusing) selbst korrigieren kann. Darüber hinaus verfügt die D700 wie die D300 über ein eingebautes AF-Hilfslicht, das es bei der D3 nur in Form von zusätzlichen Aufsteckblitzen gibt.

Display

Wie bei der D3 ist das Display der D700 ein Traum: 3 Zoll, 920.000 Pixel, 170 Grad Blickwinkel. Bei der D700 fehlt allerdings das zusätzliche kleine Display an der Gehäuserückseite, auf dem die D3 ständig einige paar grundlegende Einstellungen anzeigt.

Live View

Im Live-View-Modus kann man mit Autofokus scharfstellen oder, wenn man manuell fokussieren will, einen Bildausschnitt vergrößert anzeigen lassen. Zudem kann ein Raster eingeblendet werden. Für den Autofokus stehen zwei Optionen zur Auswahl:
  • Freihand: Die Kamera benutzt die 51 AF-Messfelder zum Fokussieren; dazu wird allerdings der Spiegel kurz heruntergeklappt und die Bildanzeige unterbrochen.
  • Stativ: Die Kamera benutzt zum Scharfstellen die Daten aus dem Bildsensor – das geht langsamer als der Freihandmodus, aber dafür wird kontinuierlich ein Bild angezeigt, und es sind noch genauere Ergebnisse möglich (wichtig für Makrofotografie).

Im Gegensatz zur D3 und zur D300 kann die D700 im Live-View-Modus den künstlichen Horizont einblenden (mit der letzten Firmware-Version 2.00 kann dies auch die D3 im Freihand-Betriebsmode).

Blitz

Das Blitzgerät hat die D700 von ihrer kleine Schwester D300 übernommen – sie hat einen eingebauten Klappblitz mit der Leitzahl 17 bei ISO 200.

Speicherkapazität

Genauso wie die D300 hat die D700 nur einen Steckplatz für eine Compact-Flash-Speicherkarte (bei der D3 sind es zwei). Die Schreibgeschwindigkeit ist laut Hersteller genauso wie bei der D3.

Fazit: D3 oder D700?

Der Straßenpreis der D3 liegt derzeit bei ca. 4.100 €, für die D700 empfiehlt Nikon einen Verkaufspreis von 2.599 € und für das MB-D10 Power Drive Kit (MB-D10, EN-EL4a mit 2.500 mAh, Batteriefachdeckel BL-3 mit speziellem Anschluss auch für den Standardakku EN-EL3, Ladegerät MH-21) 549 €. Der Preisunterschied beträgt damit etwa 1.500 € bzw. 1.000 €. Soll man dann lieber gleich eine D700 nehmen statt einer D3? Na ja, auf einige Features muss man dann schon verzichten, einige andere kommen allerdings hinzu.

Nachteile der D700
  • das Gehäuse der D700 ist vielleicht nicht so robust wie das von der D3 (z.B. wegen der Schwachstelle Klappblitz)
  • kein separater Auslöser für Hochformataufnahmen (außer mit MB-D10)
  • Verschluss auf 150.000 Auslösungen ausgelegt (vs. 300.000 für D3)
  • 1 CF-Karten-Slot vs. 2 bei D3
  • 5 Bilder / Sek. (8 mit MB-D10 und einem EN-EL4 or EN-EL4a-Akku) vs. 9 Bilder / Sek. (und 11 Bilder / Sek. im DX-Mode)
  • Kein 5:4 Bildformat
  • 95%-Sucher vs. 100%
  • kein zusätzliches Display auf der Rückseite
Vorteile der D700
  • kleineres leichteres Gehäuse
  • kleinere leichtere Standardbatterie
  • Sensorreinigung
  • eingebauter Klappblitz (auch als Sender für Nikon-Systemblitze nutzbar)
  • AF-Hilfslicht
  • Auto-Mode für D-Lighting
  • 1/320 Blitzsynchronisationszeit vs. 1/250
  • Schnellerer Zugriff auf bestimmte Einstellungen

Aus meiner Sicht ist die D700 für die meisten Fotografen eine bessere Wahl. Für fast jeden, der nicht von Beruf Sportfotograf ist, ist die D700 sogar ohne den Preisunterschied die bessere Wahl – die Nachteile sind in den meisten Anwendungsfällen vernachlässigbar, während die Sensorreinigung und der integrierte Blitz durchaus zusätzlichen Nutzen bieten. Es ist bemerkenswert, wie Nikon jetzt dem eigenen Flaggschiff D3 Konkurrenz macht – aus Marketing-Sicht ist das nur erklärbar, wenn Nikon noch etwas viel Besseres in der Tasche hat, vielleicht eine D3x als bessere Alternative zur EOS 1Ds Mark III. Und es bestätigt, dass Nikon es ernst meint, die Marktführerschaft im DSLR-Bereich von Canon zu übernehmen. Auf dem japanischen Markt ist das bereits gelungen.

Verweist die D700 Canon endgültig auf den zweiten Platz?

Es kann sein, wenn Canon jetzt keine adäquate Antwort auf den Markt bringt. Die D3 ist zur Zeit die beste Profi-Kleinbild-DSLR auf dem Markt. Die 1Ds Mk III hat zwar den Megapixel-Vorteil, kann aber ansonsten nicht mit der D3 mithalten. Canons »Spitzensportler« 1D Mk III hatte einen Fehlstart mit AF-Problemen und unzuverlässiger Verschlussmechanik. Und die 5D ist im Vergleich zur gar nicht so viel teureren D700 inzwischen völlig veraltet.

Die nächste große Ankündigung von Canon wird wohl zeigen, ob Canon nur eine Schlacht oder schon den ganzen Krieg verloren hat. Wenn Canon in der oberen Liga weiterhin eine wichtige Rolle spielen will, muss der Nachfolger der 5D einige Innovationen bieten und auch in der 1er-Serie bald ein spektakuläres neues Modell kommen.

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Falls Sie jetzt Lust bekommen haben, eine der aktuellen Nikon-DSLRs auszuprobieren: Mieten Sie doch einfach die D3, D700 oder D300 .

Sigma 150-500 mm F 5-6.3 DG OS APO HSM ist da!

written by alex on July 6th, 2008 @ 04:47 PM

Viele Interessenten, vielversprechend, verspätete Auslieferung. Endlich! Das neue Sigma 150-500 mm F 5-6.3 DG OS APO HSM ist da.

Was taugt dieses neue Objektiv? Dies ist eine durchaus aktuelle Frage, da die nach Brennweite vergleichbaren Objektive aus dem Haus Nikon entweder 6-mal so teuer (wie das Nikon AF-S VR Zoom-NIKKOR 200-400 mm 1:4 G IF-ED) oder schon etwas älter wie das Nikon AF VR Zoom-Nikkor 80-400 mm 1:4,5-5,6 D ED sind, und reichen darüber hinaus nicht bis zu 500mm. Das Sigma soll dagegen ein Supertele-Zoom sein, das in “echte Supertelebrennweiten” reicht und noch dazu zu einem “jedermann”-Preise – zurzeit so um 900€.

Wir haben die Linse vorgestern erhalten und wollten gleich ein paar Vergleichsbilder machen. Als Referenz blieb eigentlich nichts anderes übrig als das Nikon AF VR Zoom-Nikkor 80-400 mm 1:4,5-5,6 D ED zu nehmen, da Vergleiche mit teueren Zooms oder Festbrennweiten von Nikon einfach unfair wären.

Der erste Eindruck vom Objektiv ist ziemlich gut – die Bauweise ist solide, der Zoom- und Fokusring laufen geschmeidig. Das Objektiv verfügt über einen Bildstabilisator und einen Lock-Button, das den Zoomring auf die Brennweite auf 150mm fixieren kann. Der für Sigma typische Matt-Finish ist nicht meine Sache (wird schnell schmutzig und schwierig zu putzen), wirkt aber etwas edel. Der Stativfuß ist groß und solide.

Im Vergleich zum Nikon ist Sigma allerdings um 7,5cm (!) länger (bei minimal und maximal möglicher Brennweite, ohne Sonnenblende), und um knappe 600g schwerer. Also der Neuling ist schon ein ziemlich großer Klotz, größer als gewöhnliche Tele-Zooms (außer dem Nikon 200-400mm f/4 selbstverständlich). Auf jedem Fall, während herkömmliche Telezooms wie 70-200, 80-400 in einen Köcher LowePro 4 passen, ist das Sigma dafür zu groß.

Für einen kleinen Test wurde eine schöne alte Kirche in München ausgewählt. Alle Bilder sind JPEGs, die keinerlei bearbeitet wurden – RAW-Dateien wurden in Lightroom importiert, alle Sliders auf Null bzw. Neutral gesetzt, alle default Korrekturen von Lightroom auch auf Null gesetzt, und dann in JPEG exportiert. Alle Aufnahme vom Stativ, mit Spiegelvorauslösung und Selbstauslöser. Kamera – Nikon D3.

Motiv:

Wir verzichten hier auf viele Ausschnittsbilder (Sie können große JPEGs über die Links am Ende des Artikels unterladen) und zeigen nur zwei Ausschnittsvergleiche 200% aus der Mitte:

@ 150mm, offene Blende beide f/5, links nach rechts: Sigma 150-500 mm F 5-6.3 DG OS APO HSM, Nikon AF VR Zoom-Nikkor 80-400 mm 1:4,5-5,6 D ED. Nikons Leistung ist ein Tick besser.

@ 350mm, offene Blende, Sigma f/6, Nikon f/5,3, links nach rechts: Sigma 150-500 mm, Nikon AF VR 80-400 mm. Sigma ist deutlcih besser.

Diese Ausschnitte demonstrieren den Unterschied auf der konzeptionellen Ebene zwischen den beiden Objektiven. Das Nikon 80-400mm wurde als ein Allround-Telezoom konzipiert, das im Gegenteil zum Sigma ab 80mm anfängt und im unteren und mittleren Bereich (80-250mm) sehr ordentliche Qualität liefert. Es ist ein typisches Reiseobjektiv, mit dem man auch viele Nahaufnahmen machen kann. Es ist Farbentreu und Kontrastreich. Zwischen 300 und 400mm lässt allerdings die Leistung nach. Ich vermute, die Entwickler von Nikon haben diesen Bereich als Trade-off bewusst vernachlässigt, weil wenn jemand in diesem Bereich Spitzenqualität sucht (wie z.B. für Wildtierfotografie), dem sind die Brennweiten bis 200/300mm egal und der sollte andere / längere Optionen in Betracht ziehen. Sigma dagegen wurde konzeptionell auf Leistung bei längeren Brennweiten getrimmt: Es gibt zu viele Alternativen im Beriech bis 200/300mm; die Brennweite 150mm (=225mm mit APS-C) ist sowieso für Straßen/Reportage-Fotografie zu lang, also der Schwerpunkt liegt eigentlich auf günstigem Einstieg in Bereich bis 500mm. Die getesteten Brennweiten von 350mm und 400mm sind für das Sigma nicht das Maximum, wo Leistung normalerweise abfällt, daher zeigt sich das Sigma stärker als das Nikon. (Bei 500mm schneidet das neue Sigma übrigens schlechter als das Tamron SP AF 200-500 mm F/5-6,3 Di LD [IF], aber darüber schreibe ich später). Aus diesem Grund ist dieser Vergliech eigentlich nicht ganz korrekt, weil ich glaube, dass die Einsatzbereiche der beiden Objektiven nicht komplett überlappen.

Wo Sigma noch seine Stärken zeigt ist das Thema Chromatische Abberationen. Nicht das es abberationsfrei ist, aber die Artefakten sind im Vergleich zum Nikon deutlich geringer (obwohl ich die CA bei beiden leicht in Lightroom beseitigen konnte). Das Nikon liegt dagegen im Punkto Lichtstärke etwas vorne.

So was ist mein Fazit für das Sigma zurzeit: Ich glaube das Objektiv ist sein Geld definitiv wert. Es liefert gute Leistung bis 400mm und immer noch ordentliche zwischen 400mm und 500mm. Ich finde die Linse etwas zu groß und schwer, aber kann sein es liegt daran, dass ich keinen Fotorücksack sondern nur eine Fototasche habe :-).

Und mein Appell an Nikon: Sorry, obwohl das AF 80-400mm mit VR ein gutes Objektiv ist und wie gesagt einen anderen Zweckeinsatz hat, sein Upgrade ist überfällig.

Links zu Groß-JPEGs (konvertiert von RAW ohne jegliche Korrekturen):Sigma 150mm f5 , Sigma 150mm f11 , Sigma 200mm f5,3 , Sigma 200mm f11 , Sigma 300mm f/6 , Sigma 300mm f11, Sigma 400mm f6,3, Sigma 400mm f11 , Sigma 500mm f6,3 , Sigma 500mm f11 .

UPDATE

War heute im Tierpark mit dem Sigma, einige Fotos hier: Löwe (500mm 1/50, f/6,3, ISO 320, ohne OS/Bildstabilisator vom Stativ mit halb-aufgelokerten Kopf), Giraffe (500mm, 1/80, f/6,3, ISO 800), Bilder nur sehr leicht in Lightroom nachbearbeitet.

Links zu Groß-JPEGs : Löwe , Giraffe , Elefant

Fotos mit einer Canon EOS 40D, Canon EF 100-400 mm f/4.5-5.6 L IS USM folgen noch.

Miterlebt! - GER-POR 3:2!

written by alex on June 21st, 2008 @ 04:20 PM

Wir waren dabei!

Ja, in Basel, bei dem Spiel Deutschland-Portugal. Nein, nicht einfach in Basel – WIR WAREN im STADION!!!

Das Spiel war einfach phantastisch, und die Stimmung dazu auch. Am Anfang waren die deutschen Fans etwas zurückhaltend, was die Prognosen zum Spielausgang angeht. Aber nach dem schnellen 1:0 von Schweini wurde es allen klar – die Jungs packen es! Niemand ist auf die Gedanken gekommen, das Spiel sitzend zu betrachten – es wurde 90 Minuten lang stehend gejubelt, gesungen und gefiebert .

Diese geile Stimmung im Stadion konnten wir leider nicht in Bilder fassen – obwohl UEFA im Internet nichts konkretes gegen Spiegelreflexkameras sagt , wurde es uns nicht erlaubt, “Kameras mit Wechselobjektiven” mitzunehmen, obwohl wir nur eine analoge Nikon FM2 und einen relativ kleines Carl Zeiss Distagon 28mm hatten.

Nach dem Spiel ging es los Richtung Fan-Mile in der Stadt – dort haben schätzungsweise bis zu 40 Tausend Fans bis tief in die Nacht den Sieg der deutschen Mannschaft gefeiert. Fuad hat versucht, die Stimmung einzufangen – unten sind einige Bilder zu sehen. Ausstattung: Nikon FM2 + Carl Zeiss Distagon T* 2/28 mm ZF + Nikon Blitzgerät SB-800 + Diffusor Lightsphere, S/W-Film Kodak Tri-X 400.

Das Fotografieren war eigentlich nicht ganz trivial, da alle Einstellungen manuell gesteuert werden mussten. Darüber hinaus wollten wir nicht nur einzelne stark angeblitze Straßenporträts machen, sondern auch die Stimmung und die Umgebung mit aufzunehmen. Daher wurde erstmal Licht im Hintergrund gemessen; die Werten wären ca. 1/15 Sek, f/2,8 und ISO 1250. Dann wurde die Anpassung gemacht – auf Blende f/5,6, um mehr Schärfentiefe zu kriegen (wichtig beim manuellen Fokussieren), und Belichtungszeiten dementsprechend auf 1/4-1/8 Sek. Die Stärke des Blitzgeräts wurde manuell so eingestellt, dass die Objekte mit ca. 2m-Abstand am meistens belichtet werden. Davor muss man am Blitzgerät ISO und Blende eingeben, so dass es den Abstand abhängig von der Blitzstärke berechnen kann.

Nach den aufwendigen technischen Berechungen kommt man eigentlich zum schwierigsten Teil – der Fotograf muss in die Menschenmassen gehen und ganz “frech” und sehr nah die Leute fotografieren. Nur so kann man die Stimmung einfangen. Ich finde es viel besser (dazu aber viel schwieriger), mit einem Weitwinkel unter die Leute zu gehen und dem Betrachter des Fotos den Eindruck zu geben, dass er “mittendrin” ist. Dazu muss man allerdings Mut und Geduld haben. Mut, manchmal abgewiesen zu werden. Und Geduld, mit den Leuten in einen emotionellen Kontakt zu kommen, damit die Aufnahmen dann lebendig wirken, im Gegensatz zu “geklauten” Aufnahmen, die vom großen Abstand mit einem Tele gemacht werden. In unserer Situation was es allerdings und zum Gluck nicht sehr schwer, mit den Fans eine emotionelle Verbindung zu finden – bei 3:2 für Deutschland haben sich alle in der Stimmung “Super Deutschland, Super Deutschland, Super Deutschland la la la !” verbrüdert.

Radikale Straßenfotografie, könnte man sagen. Wir sind allerdings keinesfalls Erfinder dieses Stils; der Urvater davon ist Bruce Gilden. Was er macht ist einfach erstaunlich.

Und wir freuen uns selbstverständlich aufs Spiel Deutschland gegen Türkei!

Workshop Glamourfotografie

written by alex on June 18th, 2008 @ 08:00 PM

Unser guter Bekannte Martin Krolop veranstaltet in Frankfurt einen Workshop im Bereich Fashion- und Glamourfotografie (auf Kalender klicken). Wir haben Martin beim WildOrange-Event in Düsseldorf kennengelernt und können seine Arbeit daher nur empfehlen. Er gibt sein umfangreiches Knowhow gerne weiter und zwar in solchen Mengen, die manche kaum so schnell absorbieren können.

Diesmal will Martin mit zwei Profi-Models durch die “Prärie” von Frankfurt ziehen und versuchen, Top-Glamour-Bilder in ganz gewöhnlichen Situationen zu machen. Begleitet wird dieses Shooting durch solide Blitzausstattung wie Blitzanlagen von Elinchrom, Lichtformen und Reflektoren von Sunbounce.

Also wer Interesse am Thema Glamour-Fotografie hat, dem kann ich diesen Workshop nur empfehlen.

Sigma 500mm vs. Nikon - kurzer Vergleich

written by alex on June 13th, 2008 @ 06:25 AM

Nachdem ich kurz über meine Erfahrungen mit dem Sigma 500 mm F 4,5 EX DG APO HSM IF berichtet habe, haben mich einige Leute nach „Beweisen“, d.h. Vergleichs- und Testphotos gefragt – Sigma gegen Nikons. So habe ich entschieden, einen kurzen Test durchzuführen.

Da das Original 500er von Nikon leider nicht zur Verfügung stand, musste ich Sigma mit Alternativen vergleichen, die ebenfalls im Bereich 400 bis 500mm kommen und sich schon als eine gute Referenz von Top-Leistung bewährt haben. Ich habe dann das Nikon AF-S VR 200-400 mm 1:4 G IF-ED und eine Kombi vom Nikon AF-S VR 300 mm 1:2,8 G IF-ED und dem Nikon Telekonverter TC-17E II (ergibt 510mm bei f/4,8) als Referenz-Objektiven genommen. Der Straßenpreis für Sigma liegt bei ca. 3.800€, vom Nikon 300mm 2,8 + 1,7x – bei 5.000€, und vom Nikon 200-400mm f/4 – bei 6.000€.

Für den Test habe ich einen künstlichen Setup gebaut. Der Setup ist nicht besonderes ästhetisch ansprechend, dient allerdings dem Zweck eines Vergleichs ziemlich gut.

Fotografiert wurde im A-Mode bei ISO 200 mit einer Nikon D300. Lichtbedingungen waren sehr gut – sonniger Tag. Hier ist das Setup-Foto sowie die 100%-tigen Ausschnitten aus der Bildmitte, genommen von JPEGs aus der Kamera ohne jegliche Nachbearbeitung (außer dem letzten Bild), die Kamera wurde überall auf „neutral“ und „standard“ eingestellt. Reihenfolge: Setup-Foto, Ausschnitte Nikon 300mm 2,8 + 1,7x, Sigma 500mm, Nikon 200-400mm f/4, Sigma 500mm leicht bearbeitet. Alle Bilder bei f/5,6. Zum letzten Bild siehe Kommentar weiter unten.

Was konnte ich anhand dieser Bilder feststellen:
  • die Schärfe des Sigma-Objektivs, wenn man nur die Auflösungs-Vermögen der Linse betrachtet, ist auf der Ebene von den anderen betrachteten Objektiven von Nikon. Also hier muss sich Sigma gar nicht verstecken.
  • das erste Bild von Sigma sieht allerdings nicht so kontrastreich wie die von Nikons. Dies hat damit zu tun, dass das mit Sigma aufgenommene Bild aus für mich unerklärlichen Gründen um ca.1/2-2/3 Belichtungsstufe stärker belichtet wurde, d.h. das Bild ist einfach heller.
  • Die stärkere Belichtung von Sigma ist aber m.E. nicht unbedingt als einen Nachteil zu sehen – sie gibt eigentlich einen Vorteil in Situationen mit schwierigen Lichtbedingungen. Man kann das Bild auch sehr leicht und mittels sehr einfacher Bearbeitungs-Software anpassen. Siehe bitte das vierte Bild: ich habe beim JPEG-Bild von Sigma in Microsoft Office Picture Manager die Helligkeit um 8 Stufen (von 100) verringert und Kontrast um 10 (von 100) verstärkt. Das Ergebnisbild ist mit denen von Nikons absolut vergleichbar.
  • wenn man sich jetzt dieser Besonderheit des Sigma bewusst ist, kann man die Software-Bearbeitung sehr leicht umgehen, indem die Belichtungskorrektur von -0,3EV oder -0,7EV gleich an der Kamera eingestellt wird.

Hier sind RAW Dateien: Sigma 500mm , Nikon 300 2,8+1,7x , Nikon 200-400mm 1:4 .

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