Web 2.0 goes Web x.0 ... no, goes beyond the Web!

written by alex on October 1st, 2007 @ 02:29 PM

Es wird in der Web-Szene, insbesondere in der Web2.0-Szene viel über die neue Web-basierte Geschäftsmodelle gesprochen. Das Web ist die neue Welt, alles im Web, das Leben im Web, virtuelles Leben im Web, Leben im 3D-Web, Web3.0, usw. Dabei rechnen alle Neugründungen damit fest, dass sie zig hundert tausend Kunden für ihre größtenteils werbe-basierte Geschäftsmodelle kriegen. Das „kleine“ Problem damit ist, dass alle Web2.0-StartUps um die gleichen Kunden werben.

Die Web2.0-Welt existiert de facto parallel zu und voll abgekapselt von der Welt „aller anderer normaler“ Kunden, die zwar Internet tagtäglich benutzen, jedoch keine Ahnung von meisten Web2.0 Angeboten haben.

Unsichtbar entwickelt sich allerdings ein neuer Trend, der wahrscheinlich die richtige neue Welle ist – Web2.0 goes off-Web, d.h. zu dem „average Joe“ und versucht, seine tagtägliche Probleme, die überwiegend „off-line“ sind, zu lösen.

Ein paar Beispiele: die Primadonna Google will … ein Telekom-Infrastruktur-Unternehmen werden , MVNO werden und … Hardware produzieren. Wie langweilig, wie “off-line”!

Weiter: die vermutlich größte Community für Fotografie in DE fotocommunity.de (ich habe versucht die Mitglieder-Zahlen von fotocommunity mit denen von flickr für DE zu vergleichen – fotocommunity soll um einiges größer sein) hat … eine online Foto-Entwicklungs- und Druck-Labor gestartet. Und wie verdient Amiando tatsächlich Geld? sie verkaufen Tickets für kleine Veranstaltungen, die durch ihre Plattform ermöglicht werden.

Ich denke solche Unternehmen werden auf dem Markt auf Dauer einen Platz haben – die über die engen Grenzen der Web2.0 hinaus und zu ihren Kunden gehen, den Kunden zuhören und die bestehenden Probleme lösen, anstatt sich erstmal Probleme auszudenken und dann versuchen die Kunden zu überzeugen, dass die „Probleme“ Web2.0-artig gelöst werden sollen.

Und ich denke sie werden es auch tun müssen, da wie die Beispiele zeigen, ist der Web2.0-Spielplatz für eine nachhaltig profitable Existenz geschweige nachhaltiges Wachstum einfach zu klein.

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